Erst testen, dann kleben

Vor der Anwendung von Abdeck- und Klebebändern aller Art gibt es einiges zu beachten: Zum Beispiel die Beschaffenheit des Untergrundes. Ist er tragfest genug? Oder könnte er bei der Entfernung des Klebebandes möglicherweise beschädigt werden? Eine Prüfung des Untergrundes beugt unliebsamen Ergebnissen vor.



Probeverklebung

Die Probeverklebung ist die sicherste Methode, um einen Untergrund zu prüfen. Dazu wird das Klebeband auf einer nicht sichtbaren Stelle verklebt und nach 24 Stunden abgezogen. Eine weitere Methode ist die Wisch- und Reibprobe – hier kann bereits durch das Darüberstreichen der Hand bereits geprüft werden, ob die Oberfläche kreidend, staubig oder absandend ist. Die Kratzprobe hingegen wird mit einem harten, kantigen Gegenstand durchgeführt: Treten hier Beschädigungen wie das Aufplatzen der Kratzstelle auf, ist dies ein Hinweise auf einen weniger festen Untergrund.

Klebebandabrisstest

Mit dem Klebebandabrisstest lässt sich wiederum schnell erkennen, ob der Untergrund tragfähig ist. Hierfür wird einfach ein Streifen tesakrepp oder tesafilm auf einen kleinen Teil der nicht sichtbaren Anstrichfläche gedrückt und ruckartig abgezogen. Splittern dabei Anstrichteile ab, oder bleiben am Klebeband deutliche Anhaftungen hängen, ist der Untergrund nicht tragfähig. Eine weitere Variante ist die Gitterschnittprüfung. Hier wird die zu prüfende Lackoberfläche mit einem Gitterschnittgerät eingeschnitten. Die Testfläche wird dann mit einem Test-Klebeband beklebt und abgezogen. Wenn wenig bis gar keine Partikel ausreißen, ist dies ein Nachweis für gute Lackhaftung.