Our customers demand a lot. That is why we conduct extensive tests
Wer bleibt nach 120 Tagen bei 155° C ganz geschmeidig?

Wer bleibt nach 120 Tagen bei 155° C ganz geschmeidig?

Die Anforderungen unserer Kunden sind hoch. Daher führen wir ausgiebige Tests durch. Und unsere Prüfverfahren für Klebeverbindungen haben es in sich.



Die richtige Klebmasse, kombiniert mit dem richtigen Träger, kann so einiges ab. Muss sie auch, schließlich werden Klebebänder für die unterschiedlichsten Anforderungen benötigt. Die wiederum können manchmal ziemlich extrem sein. Gerade in industriellen Anwendungen müssen unsere Klebebänder zum Teil beweisen, dass sie ihre Aufgabe jahrzehntelang unter widrigsten Umständen zuverlässig erfüllen.

Ein Muss: Klebeverbindungen prüfen

RandD_Laboratory-001_300dpi
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Dass sie bereit für die Welt da draußen und vor allem für ihren geplanten Einsatzort sind, müssen Klebebänder erst einmal beweisen. Ob ein Klebeband hält, was wir versprechen, prüfen wir anhand klar definierter und bewährter tesa Test-Verfahren. Über 200 verschiedene Prüfverfahren kommen in unseren eigenen Forschungs- und Entwicklungslabors zum Einsatz. Bevor ein Produkt reif für die Praxis ist, wird es einmal komplett durchgecheckt. Im Klebeband-Test muss es mal schwitzen, frieren, sich dehnen, Reibung aushalten oder sogar durch Feuer gehen.

Manche Klebebänder müssen dabei in speziellen Klimaschränken Temperaturen von –40° C bis +150° C und eine Luftfeuchtigkeit zwischen 25 und 95 Prozent überstehen – ein tesa Test, dem beispielsweise Produkte für die Kabelbündelung in der Automobilindustrie ausgesetzt werden. Ein solcher mit Spezialklebeband gebündelter Kabelsatz muss schließlich nach 3.000 Stunden extremer Hitze noch so flexibel sein, dass er nicht bricht – das ist eine Grundvoraussetzung, um ein Autoleben lang zu halten.

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Höchste Schwierigkeitsstufen im tesa Test

In the Drop Tower Test the tape has to withstand the impact of heavy weights
In the Drop Tower Test the tape has to withstand the impact of heavy weights

Viele Klebebänder wie die Hochleistungstapes aus dem tesa® ACXplus Sortiment haben noch ganz andere Torturen hinter sich. Nach der internen Prüfung folgen oft weitere Tests in externen Labors, so wie bei tesa® ACXplus im Labor des internationalen Zertifizierungsunternehmens UL (Underwriters Laboratories). 

24 Stunden unter Wasser, 96 Stunden bei 35° C, weitere 8 Stunden bei –35° C, 120 Tage Lagerung bei 155° C – das sind beispielsweise Anforderungen, die unser Hochleistungstape erfüllen muss. Drei Mal wurde dieser Klebeband-Test dabei wiederholt – bevor ein weiterer dynamischer Schertest sowie noch mal 7 Tage Lagerung bei 60° C folgten. Die extrem hohe Klebkraft des Klebebandes hat allen Tests standgehalten.

Noch heißer wurde es für tesa® ACXplus im Labor der Gesellschaft für Materialforschung und Prüfungsanstalt für das Bauwesen Leipzig. Leichtbauplatten aus Aluminium, die mit tesa® ACXplus 7078 verklebt waren, wurden dort im Brandtest in Brand gesetzt. Das tesa Klebeband überstand in der Komponentenprüfung die Flammen mit Bravour und bekam die Brandschutzklasse „C – s2, d0“ bescheinigt. Das heißt: Es ist nur schwer entflammbar, Rauch bildet sich kaum, und brennendes Material tropft nicht ab.

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Feuchtigkeit, Zyklone und Erdbeben

Ein weiterer wichtiger Aspekt für den Einsatz eines Klebebandes ist die mechanische Widerstandskraft der Klebeverbindung. Sie steht im Zentrum zahlreicher Tests, beispielsweise am Institut für Fenstertechnik in Rosenheim, an der Architectural Testing Inc. in den USA oder an der James Cook University, Australien. Bei den Tests geht es um Alterungsbeständigkeit, UV-Resistenz, Wasserdurchlässigkeit oder um Widerstandsfähigkeit gegenüber Salzlösungen oder chemischen Substanzen.

Vor allem der Erhalt der Klebkraft bei Feuchtigkeit, Witterungseinflüssen, extremen Klimabedingungen und -schwankungen sowie bei extremen mechanischen Einwirkungen auf die Klebestellen wird geprüft. Hinzu kommen besondere Testaufbauten für spezifische Anforderungen. So wurden in Australien Starkwind- und Zyklonprüfungen durchgeführt. Sie sollen herausfinden, ob Verklebungen an Fassaden stärksten Sturmkräften gewachsen sind.

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Ähnlich anspruchsvoll waren die Anforderungen im Testlabor von DICTUC, dem Materialprüfungsinstitut der Katholischen Universität in Santiago de Chile. Fassadenelemente, in denen Thermoglas mit tesa® ACXplus in Aluminiumrahmen verklebt war, wurden in einer Erdbebensimulation kräftig durchgeschüttelt. Hierbei hielten die Klebebänder in einem aus Glas und Aluminium bestehenden Fassadensystem selbst solchen Erschütterungen stand, die in der Spitze um bis zu 60 Prozent höher lagen als das bislang schwerste in Chile verzeichnete Erdbeben. Müssen wir noch mehr sagen – außer: Ja, tesa ist verdammt hart im Nehmen?